HTTP/2 – optimierte und beschleunigte Übertragungen für das moderne Internet

Der neue HTTP/2-Standard orientiert sich an den gestiegenen Anforderungen an zeitgemäße Websites und löst somit die alte HTTP/1.1-Spezifikation ab. An der Entwicklung waren viele große Unternehmen wie zum Beispiel Microsoft und Google beteiligt. Zu den wichtigsten Neuerungen zählt unter anderem das fortschrittliche Multiplexverfahren: So können jetzt mehrere Anfragen in Bezug auf verschiedene Web-Elemente zusammengefasst werden, was sich in deutlich kürzeren Ladezeiten zum Ausdruck bringt. Des Weiteren basiert HTTP/2 auf der sogenannten Header-Kompression. Dementsprechend müssen im Gegensatz zu HTTP/1.1 nicht mehr alle unterstützten Programmiersprachen und Dateiformate einzeln abgefragt werden. Durch die spezielle Huffman-Kodierung lässt sich dabei eine verlustfreie Datenkompression erzielen, was ebenfalls mit einer verbesserten Performance einhergeht. Zusätzlich sorgt HTTP/2 für eine optimierte Priorisierung. Das bedeutet konkret: Nur die wichtigsten Datensätze werden direkt an den Browser übermittelt, um eine zielführende Darstellung zu ermöglichen. Zudem werden die Abhängigkeiten bezüglich der einzelnen Objekte berücksichtigt.

Insgesamt gesehen bringt HTTP/2 dank Multiplex und weiterer innovativer Features eine merkliche Beschleunigung mit sich. Für IT-Unternehmen ist es demzufolge von großer Bedeutung, den Wechsel zu einem Hoster mit beratender Funktion und die zugehörigen Anpassungen schnellstmöglich zu realisieren.

HTTP/2 wird von den am weitesten verbreiteten Browsern unterstützt. Dazu gehören die aktuellen Versionen von Google Chrome, Safari, Mozilla Firefox sowie Internet Explorer unter Windows 10. Aufgrund der Abwärtskompatibilität müssen an bestehenden Webseiten grundsätzlich keinerlei Änderungen vorgenommen werden. Es gibt allerdings ein paar nützliche Hinweise, mit denen Unternehmen schon jetzt von den HTTP/2-Neuerungen profitieren können: Im Zuge der Applikationsentwicklung kann es zum Beispiel sinnvoll sein, von mehreren TCP-Verbindungen auf eine einzelne zu wechseln. Durch dieses Vorgehen lässt sich mit HTTP/2 das Risiko für Datenverluste wegen hoher Belastungen minimieren. Darüber hinaus gilt es gängige HTTP/1.1-Ansätze wie Image Spriting oder Concatenation abzulösen. So haben die Best-Practices des Vorgängers keinen Impact-Faktor auf die Leistung von HTTP/2 und können diese im schlimmsten Fall sogar negativ beeinflussen.

Informationen über die Neuerungen von http/2 werden auf Twitter oder unter der offiziellen Seite „http2.github.io“ veröffentlicht.

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