Upgrade auf Windows 7 Professional (x64)

Ich hatte mich schon eine ganze Weile darum gedrückt, den Rechner meiner Frau auf Windows 7 um zu stellen. Doch da nun auch auf ihrer Arbeitsstelle die Workstations auf Windows 7 umgestellt wurden sollte nun auch zu Hause Windows 7 Professional installiert werden. Da bei der Anschaffung bereits darauf geachtet wurde das der Vista Nachfolger Problemlos laufen sollte, konnte nun das Upgrade auf Windows 7 erfolgen.

Wie anhand der Hardwaredaten zu erkennen handelt es sich um mehr als ein Standardrechner. Das liegt zum einen darin das der PC Privat sowie als Heimarbeitsplatz genutzt wird. Mit den 2GB unter Windows XP war das System ausreichend bestückt. Für Windows 7 in Verbindung mit einer VM aber nicht mehr ausreichend Dimensioniert. Praktischer weise hatte ich von diesen Riegeln noch einen 2GB-Kit. Ja, andere tun es auch allerdings mische ich nicht gerne Speicherriegel. Auch wenn das heute  fast Problemlos klappt im Gegensatz zu früheren Zeiten. Ein weiterer wichtiger Punkt den es bei einem solchen Vorhaben gibt: Die Vorherige Prüfung ob Hardware und Software kompatibel  mit dem neuen Betriebssystem sind. Möchte man den XP Mode nutzen oder eine VM Betreiben muss eine entsprechende Lizenz vorhanden sein. Für den XP-Mode in Verwendung mit Virtual PC ist eine Windows XP Professional Lizenz nötig. XP Home gehört offiziell nicht zu den Unterstützten Gastsystemen. Probleme können hier, Scanner, Drucker oder Chipkartenleser (z.B. für Onlinebanking) machen.

Facts:

Mainboard GigaByte GA-EP35-DS4
Arbeitsspeicher 2x Kingston HyperX 2 GB DDR2-1066 Kit
Prozessor Intel  Core 2 Duo E6750 (4M Cache, 2.66 GHz, 1333 MHz FSB)
CPU-Kühler ASUS Silent Knight 2 (Test bei Computerbase)
Grafikkarte ASUS EAH3650 SILENT/HTDI
Festplatte Seagate Barracuda 250 GB (ST3250410AS)
DVD-Laufwerk LiteOn LH-20A1L
Netzteil Enermax Liberty 400Watt (80Plus Zertifiziert)
Gehäuse Chieftec Miditower (BH-02B-B-B)
Zusätzliche Lüfter Papst 3412/N2GLLE
Monitor Samsung SyncMaster 226BW
Tastatur Enermax Aurora Premium (Silber)
Maus Logitech MX 518

Ziel war es das System möglichst schnell und ohne größeren Aufwand umzustellen. Vorteil hier die Markenhardware! Wer schon mal für 08/15 PC’s auf der Suche nach Treibern war kennt diese Problematik sicher, auch wenn es heute Tools wie DeviceDoctor gibt die es einem deutlich erleichtern. Weiterhin wollte ich um die Datenübernahme so bequem wie möglich zu gestalten das System einfach in ein virtuelles System umwandeln. So kann nach der Installation von Windows 7 auf das komplette Windows XP  System zugegriffen und gearbeitet werden. 

Wer schon häufiger in diesem Blog besucht hat kennt meine Vorliebe mit Windows eingenen Baordmitteln zu arbeiten. Daher würde es auch hier nahe liegen das System mit Disk2vhd (aus der Sysinternals Suite) und dem Microsoft Virtual PC in Windows 7 bereitzustellen. Hier muss ich aber sagen das Microsoft im Desktop Bereich deutlich hinter VMware oder Virtualbox zurückliegt. Besser kappt es mit dem vCenter Converter von VMware. Damit lässt sich ein Pysikalischer Rechner schnell und bequem in ein virtuelles System umwandeln. Das so erstelle virtuelle System lässt sich dann mit dem VMware Player verwenden der seit Version 3 auch Virtuelle Maschinen erstellen kann. Beide Programme lassen sich Kostenlos nach einer Registrierung herunterladen und sind für den Privatanwender Kostenlos.

Vorbereitungen:

Bei einem solch umfangreichem Vorhaben sollte immer zuerst ein Backup erstellt werden! Für den Rechner meiner Frau haben wir als Backuplösung Drive Snapshot angeschafft. Günstig, ohne unnötigen Schnickschnack den ein Großteil der Anwender weder nutzen noch richtig konfigurieren kann. In diesem Fall wird das Backup auf ein NAS-System von Synology gespeichert.
Laden Sie sich schon vorher aktuelle Treiber und  ihre verwendete Sicherheitslösung herunter. So müssen Sie nicht mit dem frisch installierten System ungeschützt ins Internet. Auf diesem Weg lassen sich auch die Servicepacks von Microsoft bereitstellen. Aktuell z.B. das Service Pack 1 (KB976932) von Windows 7.  Eine sehr gute Resurce in diesem Zusammenhang ist die Seite von Winfuture die mit dem Update Pack diverse Zusammenstellungen für Windows XP, Vista oder 7 anbieten.

Das Konvertieren

Um das VMware vCenter Converter Standalone herunterladen zu können müssen Sie sich hier Kostenlos registrieren. Danach kann das Programm installiert werden.

Nach der Installation können wir mit dem Konvertieren des physikalsichen in ein virtuelles System beginnen.
Als Tipp gebe ich noch folgendes: Deinstallieren Sie nicht benötigte Programme oder Spiele. Löschen Sie nicht mehr benötigte Dateien. Räumen Sie das System z.b. mit dem Kostenlosen Tool CCelaner. Je Schlanker das System ist desto weniger Speicherplatz benötigt das Virtuelle System und durch das Wegfallen von nicht benötigten Diensten wird die Virtuelle Maschine an Performance gewinnen.

Der gute Assistent des VMware vCenter Converter macht eine Umwandlung zum Kinderspiel. In den folgenden Screenshots habe ich eine Umwandlung festgehalten.

Im nächsten Schritt wurde die Festplatte formatiert und Windows 7 installiert. Nach Installation der obligatorischen Sicherheitssuite (Kaspersky Internet Security) und der Windows Updates konnte auch schon VMware Player installiert werden.

VMware Player

Den VMware Player können Sie wie bereits erwähnt nach Kostenloser Registrierung hier Herunterladen. Bei der Installation ist lediglich zu beachten das Sie sofern Sie es nicht möchten den Haken bei „Anonyme Statistiken senden“  entfernen. Hier zeige ich noch schnell die Installation.

Nach der Installation wählen wir die bereits erstelle Virtuelle Maschine aus. Sollte die VM auf einer USB-Platte gespeichert sein rate ich davon ab die VM von der USB-Platte zu Betreiben. USB ist dafür zu langsam (USB 3.0 nicht berücksichtigt). Unser NAS-System ist durch Gigabit-Anbindung zwar Schnell aber das ausführen von einer lokalen Platte (oder einer  e-SATA-Platte) ist von der Performance her nochmal ein Unterschied! Durch das Umwandeln mit dem vCenter Converter wurden die Einstellungen für den Betrieb der VM erstellt. So dass wir ohne weitere Konfiguration die VM starten könnten.  Ich würde allerdings die Einstellungen für den Arbeitsspeicher überprüfen. In diesem Fall stelle ich der VM 1GB Ram zur Verfügung. Sollte bisher nicht mit Freigaben gearbeitet haben in seinem Netzwerk, bietet der VMware Player die  Verwendung von „Shared Foldern“ an. Damit kann bequem eine Solche Freigabe erstellt werden und somit können Zwischen den Beiden Systemen Dateien getauscht werden.

Hier ein paar Screenshots der gestarteten Virtuellen Maschine mit Windows XP Professional. Für den Reibungslosen Betrieb zwischen dem Guest- und Host- System sollten Sie die VMware Tools instsallieren. Dies geschieht indem Sie die Virtuelle Maschine starten und über den Punkt Virtual Machine -> Install VMware Tools… die Installation starten.

Hier noch ein Bild das den Shared Folder zeigt. Dieser ist als Netzwerklaufwerk innerhalb der VM eingebunden.

Anmerkungen:

Der Rechner der die Virtualisierung bereitstellt wird als Host bezeichnet. Das virtualisierte System wird als Guest bezeichnet.
Wichtig für einen Flüssigen Betrieb von Virtuellen Systemen ist in erster Linie das der Host über ausreichend Arbeitsspeicher und in zweiter Linie über einen entsprechend leistungsfähigen Prozessor verfügt.

Weiterführende Links:

  • Das Projekt Virtualboxes stellt fertige virtuelle Systeme für Virtualbox bereit. Hier ist ein entsprechendes Pendant für VMware.
  • Acronis bietet für seine Backupsoftware True Image die Möglichkeit diese Abbilder für VMware, Vitual PC und Microsofts Server Virtualisierung Hyper-V umzuwandeln. So kann Beispielsweise ein ausgefallenes System in einer Virtuellen Umgebung bereitgestellt werden.

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